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Wassersparen · 4 Min Lesezeit

Weniger gießen, mehr ernten: clever Wasser sparen im Erfurter Garten

Die Sommer in Thüringen werden trockener, doch mit ein paar ruhigen Handgriffen kommst du mit deutlich weniger Wasser aus und erntest am Ende sogar mehr.

Warum Wassersparen in Thüringen wichtiger wird

Erfurt liegt mitten im Thüringer Becken, einer der trockensten Ecken Deutschlands. Seit dem Dürrejahr 2018 hat sich in vielen Böden ein echtes Wasserdefizit aufgebaut, und die Klimaforschung erwartet künftig häufiger heiße, niederschlagsarme Sommer. Das spürst du im Garten: Der Boden trocknet schneller aus, und das Gießen wird schnell zur täglichen Pflicht.

Die gute Nachricht: Du musst nicht mehr gießen, sondern klüger. Mit ein paar einfachen Bausteinen gibst du jeden Tropfen genau dorthin, wo er gebraucht wird, und schonst nebenbei deinen Geldbeutel und das Grundwasser.

Richtig gießen: seltener, dafür durchdringend

Der häufigste Fehler ist tägliches, kurzes Gießen. Dabei bleibt das Wasser oben liegen, verdunstet schnell, und die Wurzeln bleiben bequem in der obersten Bodenschicht. Besser ist das Gegenteil: lieber nur zwei- bis dreimal pro Woche, dafür richtig durchdringend. So wandert das Wasser tief in den Boden, und deine Pflanzen bilden lange Wurzeln, die auch an die Feuchtigkeit in tieferen Schichten kommen. Das Ergebnis sind robustere Pflanzen und weniger Arbeit für dich.

Gieße am besten früh am Morgen. Dann ist die Verdunstung am geringsten, das Wasser wird voll aufgenommen, und die Blätter trocknen über den Tag ab, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Gib das Wasser direkt an den Wurzelbereich, nicht über die Blätter.

Ein guter Moment für ruhige Gartenarbeit

Der Morgen ist auch aus einem anderen Grund ideal: Es ist still, kein Motor knattert, die Vögel sind aktiv. In Wohngebieten dürfen laute Geräte wie Rasenmäher an Sonn- und Feiertagen ohnehin nicht laufen und werktags nur zwischen 7 und 20 Uhr; vielerorts gilt zusätzlich eine ortsübliche Mittagsruhe, oft zwischen 13 und 15 Uhr. Ich komme sowieso leise: mit dem Lastenrad und ausschließlich mit Akkugeräten, ganz ohne Benzin. So bleibt dein Garten ein Ort der Ruhe.

Drei Helfer, die richtig Wasser sparen

Naturschutz fängt im eigenen Beet an

Weniger gießen heißt nicht weniger Garten, im Gegenteil. Ein gemulchtes Beet mit kräftigen, tief wurzelnden Pflanzen übersteht Trockenphasen viel besser und bietet Insekten und Bodenlebewesen ein stabiles Zuhause. Und wer Regenwasser nutzt, entlastet das ohnehin knappe Grundwasser in der Region. Kleine Entscheidungen, große Wirkung.

Übrigens: Größere Heckenschnitte planst du am besten außerhalb der Brutzeit. Ein radikaler Rückschnitt ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 1. März bis 30. September nicht erlaubt, um brütende Vögel zu schützen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben in dieser Zeit aber möglich. Ich betreue deinen Garten gern über die ganze Saison, leise, fair und mit Blick auf die Natur. Sprich mich einfach an.